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Corona Situation in Uganda

Die Corona-Krise hat inzwischen auch Uganda erreicht. Auch dort wurden strenge Verhaltensvorschriften erlassen. Schulen und Kindergärten wurden geschlossen. Märkte verboten. Auch Reisen sind nicht mehr gestattet. Schutzmasken sind nicht genügend bzw. keine vorhanden. Ob eine sachgemäße Reinigung möglich ist, das kann wohl bezweifelt werden.

Was bedeutet dies für Orte wie Kacuro?

Die Bewohner, die bisher geringe Einnahmen durch den Verkauf von Obst oder Gemüse erlangen konnten, können nun nichts mehr verkaufen. Weder auf dem Markt, noch in Nachbardörfern.  Arbeitsverhältnisse, wie wir sie kennen, gibt es dort nicht. Wenn überhaupt, dann können sie nur als Tagelöhner Geld verdienen und haben keinen Anspruch auf Krankengeld, Urlaubsgeld und dergleichen. Selbst die Lehrer aus privaten Schulen bekommen in dieser Zeit nur die Hälfte ihres Gehaltes, damit sie ihren notwendigen Lebensunterhalt bestreiten können.

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Da sie gewohnt sind, das ganze Jahr über auf ihren Feldern zu ernten, haben sie auch keine Vorräte. Selbst dann, wenn sie noch Geld haben, können sie im Dorf nichts kaufen und in die Stadt dürfen sie nicht. Da auch viele Banken geschlossen haben, können sie selbst Bankguthaben nicht abheben. Sie könnten zwar in begrenztem Umfang bei der kleinen  Micro-Finanz-Bank Geld leihen, aber sie können diese Darlehen nicht in gewohnter Weise zurückzahlen.

Vom Staat erhalten sie Lebensmittel, die aber für eine normale Verpflegung nicht ausreichend sind. Wenn sie selbst Felder haben, bleibt ihnen nur das, was sie zur Zeit ernten können. Eine Frau hat uns schon geschrieben, dass die ganze Familie hungrig zu Bett gehen muss.

Wir sind in Kontakt mit Kacuro und überlegen zusammen, wie wir in dieser Misere die Not etwas lindern können.

Gerade haben wir erfahren, dass es in und um Kacuro durch sehr starke Regenfälle Überschwemmungen  und Schlammlawinen gegeben hat. Die Straße nach Kabale ist zur Zeit blockiert. Ob die Flut auch die Ernte beeinträchtigt, wissen wir noch nicht.

Vor Corona war Uganda immer schon von der Natur bedroht: In der Trockenzeit vertrocknet die Saat wegen monatelanger Dürre, in der Regenzeit kann es verheerende Überschwemmungen geben, wie zur Zeit. Auch der Klimawandel verschlimmert die Lage.